ist gar nicht so lange her, dass ich das letzte mal gepostet habe (10 tage, das ist nix verglichen mit anderen bloggern – oder, C.? ich hab gehört L. macht gerade ihren führerschein. just kidding, es war toll heute mit euch zu telefonieren)...fühlt sich aber lange an, was bestimmt daran liegt, dass ich mein leben nicht mehr im auto verbringe.
ich war donnerstag und freitag zum ersten mal seit drei wochen wieder in grand rapids. donnerstag hat sich prompt mein system um 15:00 uhr runtergefahren und um 19:30 uhr bin ich winselnd zu hause angekommen und habe mich sofort ins bett gelegt. ich habe keine ahnung wie ich das einen ganzen winter lang geschafft habe.
letztes wochenende habe ich – nach drei wochen regen – die wiese gemäht, die stand hüft-hoch. gemäht ist übertrieben, ich habe sie abgefahren – 10 zentimeter pro runde. und auf den letzten 10 zentimetern bin ich dann in ein stromkabel reingefahren (ohne strom). das ging ganz schnell, ich sah nur etwas langes durch die wiese auf mich zu rasen, in der selben geschwindigkeit wie sich der motor der rasenmähers dreht. ah. boxenstopp. ich habe den salat natürlich nicht selber rausgefiddelt.
dann haben wir zwei picknick-bänke zusammengebaut und unsere nachbarin C. zum grillen eingeladen. fett, die bänke stehen erste reihe sonnenuntergang und wir hatten einen wunderschönen abend.
unser murmeltier (welches in unserer scheune lebt) ist irgendwie kleiner und heller geworden. ich glaube das kann nur heissen, dass es entweder A. kinder bekommen hat und sich anschliessen zur belohnung die haare hat blondieren lassen, oder B. dass wir mehr als ein murmeltier haben. beides ist scheisse, weil B. A. verursacht und wir dann bald viele murmeltier haben. murmeltiere bauen bis zu 20 meter lange tunnel (und nicht nur einen) und können eine scheune zum umfallen bringen.
C. sagt wir sollen das murmelgetier erschiessen. das wollen wir natürlich nicht. deswegen habe ich heute beim michigan department of natural ressources angerufen und mich beraten lassen. keine ahnung was ich mir davon versprochen habe. um ein langes telefonat kurz zu machen – rausklagen ist keine option, aber dafür kann man mit mottenkugeln (und glück und ein kleines bisschen beten) ein murmeltier dazu bewegen an anderer stellen einen tunnel zu graben. in der selben scheune. man kann es auch mit einer lebend-falle fangen und es dann wo anders aussetzen. aber nur auf dem eigenen grundstück. der zweite haken an der option ist, dass murmeltiere vom stress eines ungewollten umzugs sterben. alternativ – und das ist die am wirkungsvollste lösung, kann man es auch mit einer lebend-falle fangen “und dann erschiessen, am besten in den kopf”. als ich dem freundlichen herrn vom michigan department of natural ressources gesagt habe, dass ich nix zum schiessen habe, hat er gesagt ich solle doch einen nachbarn fragen, ob er/sie für mich das schiessen übernehmen könnte. leider hat C. uns erst letzte woche erzählt, dass sie sich mit ihrem gewehr neulich zweimal aus versehen in den küchenboden geschossen hat. yup, morgen wird gebetet, keine ahnung wo man hier mottenkugeln bekommt.
ein freundlicher freund von C., peruaner mit einem sombrero, oder wie auch immer man diesen kopf-zeppelin nennt, sucht unterstellplätze für zwei seiner pferde. in den nächsten tagen frickelt er sich einen zaun um den hinteren teil unseres grundstücks und dann werden sich bald zwei pferde unsere scheune mit 80 platin blonden murmeltieren teilen.
und weil alles so ‘yihaa’ hier ist habe ich mir am donnerstag cowboy-stiefel gekauft.
ps. weil ich weiss, dass du der erste bist der hier liest: ich liebe dich und freue mich auf unsere para-olympische mutprobe jetzt gleich. bis du so weit? C. das bist du alles schuld…


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