hallo,
bei euch ist es also frühling…
bei uns nicht. am mittwoch hat es – nachdem ich im büro in grand rapids angekommen war – derbe heftig angefangen zu schneien, so schlimm, dass der blick aus dem fenster der pyramide (ja, ein architektonisches meisterwerk mit einer halbwertzeit eines zweite weltkrieg bunkers) futsch war. mittags bin ich raus auf den parkplatz, um meine kleine, grosse schwester anzurufen, weil sie ihren 18 geburtstag gefeiert hat. innerhalb von 10 sekunden war ich völlig beschneet, aber die luft war so schön und der schnee so soft, dass ich ein paar forsche schritte gemacht und ‘boom’ mich auf die fresse gelegt habe. fussball style, die beine nach vorne weg und voll auf den rücken.
mit rückenschmerzen habe ich dann abends das auto ausgegraben und mich auf den rückweg nach waterfliet gemacht. was normalerweise 1.5 stunden dauert, dauerte dienstag 3.5 stunden. zwischendurch habe ich üerlegt, ob ich mir einfach ein hotel nehmen soll und als ich zu hause ankam hatte ich ein echtes survivor gefühl (nach der heul attacke).
ein paar fotos, geschossen von Lo, weil ich ja alles immer nur im dunkeln sehe.
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hier ist es also abwechselnd -30 grad, oder es liegt 30cm+ schnee. vor einigen wochen habe ich cindy, unsere nachbarin in michigan besucht. es war -15 grad und ich habe gesehen, dass ihre hunde draussen angekettet waren. einer der beiden hunde ist super süss, die sorte die sich vor glück vollpinkelt, wenn man sie streichelt. leider ist vollpinkel an einer eisenkette befestigt und lebt – wtf – in einem alten ölfass. ich wieder sofort geheult. mir ist klar, dass wir ein bisschen bescheuert sind, was unsere hunde angeht – aber – ölfass? da frieren vollpinkel doch die füsse dran fest, wenn es kalt ist, vorallem wenn vollpinkel.
da unsere freunde ja unsere möbel kaufen (did anyone catch that one), war ich also liquide genug, um zwei anständige outdoor hundehütten bei walmarkt zu kaufen. die habe ich dann zusammengebaut und abends bei cindy vor die türe gestellt. da cindy nicht da war und mir klar war, dass es eigentlich frech ist sie zu bevormunden, habe ich ihr eine lange nachricht auf dem ab hinterlassen. “wir haben die hundehütten vor langer zeit gekauft, um einem tierheim zu spenden, aber das tierheim wollte sie nicht und jetzt wissen wir nicht, was wir mit den dingern machen sollen, stehen hier rum und deine hunde…vielleicht, ha…wir dachten…maybe vollpinkel..?.” you catch my drift.
am nächsten tag habe ich dann mit cindy live telefoniert, die ganze geschichte nochmal wiederholt und gefragt, ob sie die hundehütten gebrauchen kann. “ja, klar, super. meine tochter hat sie in den schuppen gestellt. ich muss mal rumtelefonieren und schaun, vielleicht können wir sie ja einem watervliet tierheim spenden.” ah, ok.
das ist nun einen monat her, inzwischen war es mehrmals -30 grad draussen und vollpinkel (k)lebt immer noch in ihrem ölfass. wenn wir morgen in michigan ankommen muss ich mal schaun, ob ich einen umzug initiieren kann.
addendum: cindy ist super und hier ist es leider normal, dass hunde draussen wohnen. ich sollte eigentlich mal einen ‘cindy’ eintrag schreiben, in dem wird es dann ums internet, pfirsiche, teletubbies und schrauben im kopf gehen.


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Armer Vollpinkel – das
Armer Vollpinkel – das erinnert mich ein wenig an Cannery Row. -30 – that is flippin cold!
nat
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